Drei Fehler bei ERP Implementierungen, woran Handelsbetriebe nicht denken

Auf dieser Webseite stehen viele Artikel, die eventuelle Fehler besprechen, die bei der Implementierung von einem ERP System passieren können. Wir haben hier außerdem vor allem über die vorbereitende Phase gesprochen, wo Betriebe oft zu wenig Einsicht in die eigenen Betriebsprozesse haben. Es gibt jedoch auch andere Sachen auf die Großhändler achten müssen, wenn sie ein ERP implementieren. Hier stellen wir drei ernsthafte Fehler, die oft gemacht werden durch Handelsbetriebe:

Es werden Fehler gemacht in der „Nummerierung“ des Vorrats

Viele Betriebe haben mehrere Lieferanten für dieselben Produkte. Das ist durchaus schlau, denn wenn Lieferprobleme bei einem Lieferanten sind, dann bedeutet das nicht automatisch, dass Sie das Produkt nicht mehr liefern können. Mehrere Lieferanten von denselben Produkten führen aber auch einige Komplikationen innerhalb der Organisation ein.

So gibt jeder Lieferant sein eigenes Kennzeichen für ein Produkt; es wird „nummeriert“. Dies kann bei gleichen Produkten mit anderen Lieferanten abweichen. Immer wenn mehrere Lieferanten im Spiel sind, können Fehler gemacht werden in den Kontrollmechanismen von verfügbaren Vorräten. In dieser Situation kann es vorkommen, dass Ihr ERP System eins von zwei Produkten nicht gut registriert. Es kann dann sein, dass Ihr ERP System durchgibt, dass es keinen Vorrat mehr gibt von einem bestimmten Produkt, obwohl dies nicht der Fall ist (nur die Produkte von einem bestimmten Lieferanten sind nicht vorrätig). Sorgen Sie also dafür, dass das neue ERP System die Produktkennzeichen von verschiedenen Lieferanten in der richtigen Art und Weise interpretiert.

Vorräte werden inkorrekt überprüft.

Wenn ein ERP eingeführt wird und die Produkte im Lager werden gezählt, dann müssen Sie dafür sorgen, dass dies richtig und genau geschieht. Wenn Produkte doppelt gezählt werden und dann ins ERP eingegeben werden, dann werden Sie immer eine Überschätzung der Produkte in Ihrem Lager haben. Dies kann auf Zeit zu Lieferproblemen leiten.

Diese verkehrten Daten werden dann übrigens im ganzen Betrieb gebraucht. Das ist normalerweise ein Vorteil von einem ERP System, da doppelte Eingaben vermieden werden können. Durch den Gebrauch einer zentralen Datenbank arbeitet jeder mit denselben Daten. Wenn diese Daten nicht richtig sind, dann bedeutet dies automatisch, dass jeder mit den verkehrten Daten arbeitet. Das Vorbeugen von Fehlern führt dann direkt zu einer Vermehrung vom selben Fehlern. So könnte Ihre Verkaufsabteilung beschließen, dass eine Verkaufsanstrengung für Produkte notwendig ist, welche sie glauben noch genug auf Vorrat zu haben. Es ist dann extra peinlich, wenn sich herausstellt, dass diese doch nicht geliefert werden können.

Keine Unterstützung in der Organisation erzeugt

Es ist einer der wichtigsten Schritte bei einer ERP Implementierung und leider wird er oft unterschätzt: Unterstützung innerhalb der Organisation erzeugen. Eine ERP Implementierung ist eine betriebsweite Veränderung, wovon viele betroffen sind. Denken Sie hier an:

Kunden

Gerade sie profitieren von einem ERP, wenn es gut ist. Bei fehlerhaften Implementierungen kann (durch lange Lieferzeiten, schlechte Erreichbarkeit, usw.) Schaden an der Kundenbeziehung entstehen.

Lieferanten

Viele Ihrer Lieferanten sind gewöhnt an eine bestimmte Art zu arbeiten und dies kann sich bei einer Implementierung eines ERP Systems verändern. Denken Sie hierbei bspw. an das Automatisieren der Kommunikation durch die Lieferkette. Wenn Ihre Lieferanten mit Electronic Data Interchange (EDI) arbeiten, dann müssen Sie wissen welche EDI Standards Ihr ERP System unterstützen muss.

Arbeitnehmer

Eine der größten Fehler, die das Management machen kann, ist das Projekt ausschließlich als ein IT Projekt anzusehen. Die Implementierung hat große Auswirkungen auf das Arbeiten auf allen Ebenen der Organisation. Sie haben nichts von einem System, was Management für tolle Berichte vorzieht, wenn Menschen am Arbeitsplatz mit dem System nichts anfangen können.

Sorgen Sie dafür, dass Sie mit verschiedenen Abteilungen und Ebenen innerhalb Ihrer Organisation Kontakt haben und besprechen Sie die Anschaffung von einem ERP System mit ihnen. Sie werden Sie oft auf mögliche Engpässe aufmerksam machen, an die Sie möglicherweise gar nicht vorher gedacht haben. Wenn sich jeder selber bei der Anschaffung eines Systems betroffen fühlt, dann wird auch die Akzeptanz viel besser laufen.

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